Stephan Pörtner: «Der Fremde Freund»
woz.chDie meisten Facebook-Freunde sieht man im richtigen Leben nie. Ein paar trifft man im Ausgang, und das Dumme dabei ist, dass ich jedes Mal erschrecke, wenn ich plötzlich jemanden leibhaftig vor mir habe, den ich sonst nur noch auf Facebook sehe, weil auf Facebook sehen alle besser und jünger aus als im richtigen Leben.
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Vom Stadion in den Krieg
woz.chDie Spieler waren noch dabei, sich auf dem Rasen aufzuwärmen, als die Situation im Stadion eskalierte. Bereits tagsüber war es in der Stadt zu Schlägereien gekommen zwischen den Bad Blue Boys, den Fans von Dinamo Zagreb, und den angereisten Delije, den Fans von Roter Stern Belgrad. Abends im Stadion erreichte die aufgeheizte nationalistische Stimmung ihren Höhepunkt.
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Kein Fussball den Faschisten!
woz.ch«Der Deutsche Fussball-Bund, der heute selbst alle drei Wochen irgendeine Anti-Rassismus-Aktion unterstützt, hat uns heftig angefeindet. Es hiess: ‹Lasst das mal doch sein, mit diesem ewigen «Gegen Nazis!», «Gegen Nazis!». Ihr bringt doch nur die Politik ins Stadion.› Im Berliner Olympiastadion gab es Fangruppen, die sich Zyklon B oder Endsieg nannten, und in fast allen Kurven der 1. Bundesliga hingen Reichskriegsflaggen. Damit hatte der DFB kein Problem. Wir waren die Ersten, die sich öffentlich und ganz massiv dagegen aufgelehnt haben, später dann zum Glück mit grosser Unterst[…]
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Elitär, bösartig und entwürdigend
woz.chAn den April des Jahrs 2013 werden sich viele BritInnen noch lange erinnern. Denn innerhalb von nur zwei Wochen setzt die britische Regierung Massnahmen um, die mehr sind als nur ein Schnitt in das Sozialgefüge des Landes: Es ist die härteste Kürzungsrunde in der ohnehin schon völlig überzogenen, kontraproduktiven und weitgehend ideologisch motivierten Austeritätspolitik der Regierung von David Cameron.
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«Linke Parteien verschlafen eine Chance»
woz.chSie müssten einfach verstehen, dass Solidarität heute auf einer anderen Erfahrung beruht als im 20. Jahrhundert. Sie beruht auf dem Austausch von Kultur und Wissen und nicht mehr auf der gemeinsamen Erfahrung im Arbeitsprozess.
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