Faschismus auf Hochglanzpapier
taz.deAber Homosexuelle sind für Jolie sowieso komisch. Zum Thema Kleidung, die man an seinem Partner nicht mag, gibt das Magazin folgenden Ratschlag. Die Frau soll sagen: „Was für ein Zufall. Genau die gleiche Hose hatte unser neuer, schwuler Nachbar gestern Nachmittag auch an!“ Einige Seiten weiter erläutert ein Kolumnist, „warum sich Männer nicht küssen (sollten)“. Begründung: weil es eklig ist.
Estimated reading time: 5 min
Island rettet in der Finanzkrise die Bürger, nicht die Banken: Vorbild Island
taz.deDas in Deutschland beliebte Austeritätsdogma gehört auf den Müllhaufen gescheiterter Ideologien. Ein Staat, der nicht seine Banken, sondern seine Bürger rettet, macht alles richtig. Diese Lektion darf in Europa nicht ungehört bleiben.
Estimated reading time: 4 min
Beschneidung mit 18: Im Bett mit und ohne
taz.deIch bin auch kein Anthropologe, Religionshistoriker oder Mediziner. Sollen sich doch andere und weisere Menschen Gedanken darüber machen, warum diese Vorhaut vorzugsweise vor der Pubertät amputiert werden sollte. Ich glaube – und ich habe Gründe dafür –, dass der Zweck eindeutig ist: den Liebesakt von einem Dialog zu einem Monolog zu machen.
Estimated reading time: 6 min
Tschüss, Kotzbrocken!
taz.deNein, Schünemann, war der ideelle Gesamtinnenminister Deutschlands, ach was: Er war der beste, weil dümmste Innenminister der westlichen Welt. Ob Handyverbote für Terroristen, Bundeswehreinsätze gegen Killerspiele oder Fußfesseln für Schulschwänzer, ob Nachtischverbot für Stützeempfänger, Arbeitsdienst für Fünfjährige oder Hymnenpflicht für Blogger – keine Forderung, die zu absonderlich oder zu faschistoid gewesen wäre, als dass Schünemann im Laufe seiner zehnjährigen Amtszeit sie nicht erhoben hätte oder bei der man hätte sicher sein können, dass er sie nicht noch irgend[…]
Estimated reading time: 1 min
Tschüss, Kotzbrocken!
taz.deKurz: Schünemanns Wirken war auf nichts anderes aus, als den Beweis zu führen, dass Johannes Agnoli mit seiner These von der „Transformation der Demokratie“ so daneben nicht lag. Dass es nämlich der bürgerliche Staat selber ist, der dazu neigt, Freiheit und Demokratie einzuschränken; dass ein durchgeknallter Kleinbürger auf einem Ministersessel, der anderen missgönnt, wozu er selbst nicht imstande ist, der Freiheit größeren Schaden zufügen kann, als es irgendwelche Neonazis oder Islamfaschisten in diesem Land auf absehbare Zeit je könnten.
Estimated reading time: 1 min
Rächer im Schatten ihrer Rechner
taz.deWenn italienische Sportgazzetten schreiben "Mamma mia, i Panzer!" und dann kommen aus der Umkleide bloß die Offenbacher Kickers, dann ist das ungefähr der Anonymous-Effekt. Das Hacken einer CIA-Homepage, das für einen Laien wie mich zunächst einmal durchaus dramatisch klingt, ist für Leute, die sich auskennen, vergleichbar mit dem heimlichen Umhängen eines Katzenposters in einem CIA-Büro.
Estimated reading time: 3 min
: Die Zeiten des Filmvorführers
taz.deDirk B. verlegt Teppiche. Er ist 27, hat Dreher gelernt. Er ist geschieden, muss Unterhalt zahlen, er hat Schulden. Das Geschäft läuft nicht. Abends setzt er sich oft vor den Computer. Dirk B. wählt sich mit einer Software von T-Online ins Internet. Es ist die Zeit, in der Boris Becker für AOL Werbung macht. Millionen Menschen laden mit der Musikbörse Napster Songs herunter. B. lässt sich von Homepage zu Homepage treiben. "Hallo, bin hier gelandet und habe mich eine Weile aufgehalten. Sehr schöne Bilder", tippt er im Februar 2001 auf eine Seite, auf der er Fotos aus Ägypten angesehen h[…]
Estimated reading time: 13 min
Operation "ruhige Binnenalster"
taz.deAls nach einiger Zeit „die Jungs“ mit Bierflaschen in Hand eintreffen – darunter einige mit Migrationshintergrund – ist die gute Laune bald vorbei: Polizisten umringen die Gruppe und verlangen die Personalien. „Es ist wirklich nichts los gewesen“, berichtet eine Augenzeugin der taz. Als sich einige über die Maßnahme beschweren, hagelt es Platzverweise.
Estimated reading time: 3 min
Alle Gesetze werden gebrochen
taz.deWas haben Sie als Spieleentwickler über den Umgang mit diesen Regeln gelernt? Eine Regel, die man nicht akzeptiert, weil man sie doof oder seltsam findet, die wird nicht eingehalten. Das sieht man aktuell beim Filesharing, wo es einfach noch keine vernünftige Regel gibt, auf die sich alle einigen können – und deswegen wird das aktuelle Gesetz einfach von der Gesellschaft gebrochen.
Estimated reading time: 4 min
Karikatur & Toms Touché
taz.deEs soll Leute geben, Christen!, die sich regelmäßig treffen, um vom Leichnam ihres Heilands zu essen. Es soll Leute geben – normale Bürger! – die tote Kuh- und Schweinebabies auf den Grill werfen! Es soll Leute geben, die zu unbekannten sehr jungen Frauen in einen Wohnwagen gehen und denen für wenig Geld ihren (unbeschnittenen oder beschnittenen) Penis reinrammen. Meine Güte, was finde ich nicht alles barbarisch! Ich fürchte nur, in einer pluralistischen Gesellschaft kann das allein kein Argument sein. Kommen wir also zu den Argumenten?“
Estimated reading time: 4 min
Cui bono, Chemnitz?
taz.deAbseits der Plattenautobahn erwarten den Besucher verwilderte Alleen, an deren Rändern sich kleine Kreuzchen und Bäumchen stetig abwechseln: eine Birke, der Ronny, eine Pappel, der Enrico, ein Ahorn, die Jenny, eine Buche, der Jens … - bis kurz vor die Betonmauern der Stadt geht das so.
Estimated reading time: 4 min
Ich will das so
taz.deDas Ganze fängt schon mit dem Wort Zwangsprostitution an. Prostitution ist ein Beruf, etwas Freiwilliges. Wenn es nicht freiwillig ist, dann ist es keine Prostitution, sondern ein Verbrechen: Serielle Vergewaltigung, sexualisierte Gewalt, Menschenhandel. Meiner Meinung nach werden die Bereiche politisch bewusst vermischt, um Prostitution stärker zu kontrollieren.
Estimated reading time: 1 min
Tschüss, Kotzbrocken!
taz.deUwe Schünemann war nicht nur dumm, er war auch noch stolz darauf.
Estimated reading time: 1 min
More