Deutsche Journalisten und das Web am Beispiel Instagram
neunetz.comWer sein Wissen über die Internetwirtschaft aus Titelstories im Spiegel und Focus und den Ressorts von Welt bis Süddeutsche bezieht, der bekommt ein erstaunlich einheitliches, verzehrtes Bild: Im Silicon Valley sitzt der amerikanische Feind, der seine Nutzer, diese willfährigen Sklaven, die man vor sich selbst retten muss, ausnutzt, wo es nur geht. Die kalifornischen Datenkraken spähen ihre Nutzer aus und wollen jedes Datenfitzelchen an jeden verkaufen, der sie haben möchte. (Entgegen den deutschen Datenkraken natürlich.)
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Google-Krieg der deutschen Medien: Die Masken sind jetzt gefallen
neunetz.comHabe ich einen Schlaganfall? Ist das Gerät hier an?
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Die Dauer von Strukturwandel und die Ungeduld des Frank Schirrmacher
neunetz.comDenn wenn das Alte schneller kaputt geht als man das Neue finden kann, dann werden Experimente überlebenswichtig, um die Durststrecke zu verkürzen und möglichst auch zu überleben. Je mehr Experimente, je mehr ausprobiert wird, je mehr Testballons gestartet werden, desto mehr Feedback erhält man, vom Markt, von den Nutzern, und desto eher findet man den Bauplan für die Zukunft.
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Spotifys europäischer Marsch gegen die Netzneutralität
neunetz.comJeder Vertrag von Spotify mit einem weiteren europäischen Netzbetreiber ist ein weiterer Nagel im Sarg einer möglichem europäischen Festschreibung der Netzneutralität. Denn jeder Vertrag schafft Tatsachen, in jedem europäischen Land. Je mehr solche Tatsachen existieren, desto schwieriger wird eine Rechtfertigung für eine neue gesetzliche Regelung.
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Twitter unterbindet Senden von Tweets an IFTTT und will sich offensichtlich komplett abkapseln
neunetz.comDer Aufstieg von Twitter dank dessen API ist beispiellos, nun wird uns Twitter ein weiteres Mal eine beispiellose Geschichte liefern, deren Zeuge wir werden können. Dieses Mal lediglich in die andere Richtung.
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Bei Anwesenheit aller Oppositions-MdBs hätte das Leistungsschutzrecht keine Mehrheit gehabt
neunetz.comWären alle diese Abgeordneten aus der Opposition anwesend gewesen und hätten sie gegen das LSR gestimmt, hätte es 295 Gegenstimmen bei 293 Stimmen für das Gesetz gegeben. Das LSR wäre gekippt.
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Alles abschalten!
neunetz.comEntweder wir lernen als Gesellschaft unser Verständnis von Meinungsfreiheit liberaler zu fassen, so etwa wie man es aus den USA kennt, also auch mit all den von da bekannten Vor- und Nachteilen, oder uns bleibt nur die gleiche deutsche Lösung wie bei Street View (verkrüppeln; hier aber bis zur Unkenntlichkeit, sprich die Funktion wird auf die handhabbaren ein Prozent der meistvorkommenden Suchen beschränkt) oder dem Like-Button:
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Warum die Petition gegen das Presseleistungsschutzrecht scheiterte
neunetz.comUnd, wie bereits oben ausgeführt, geht es nicht um den Kampf von ein paar Netzaktivisten. Es gibt eine breite Front in der Zivilgesellschaft gegen das Presseleistungsschutzrecht. Aber weil diese Zivilgesellschaft sich noch immer Gehör nur über die traditionellen Medien verschaffen kann, bleibt sie ohnmächtig, wenn diese nicht aktiv werden.
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Kulturflatrate ist Wegezoll, keine Lösung
neunetz.comWir haben bereits Leermedienabgaben und zahlen zum Beispiel etwa bereits 36 Euro Pauschalabgabe pro Smartphone. Warum wird nirgendwo aufgeschlüsselt, wie viel davon tatsächlich an Kreative geht und wie viel bei Mittelsmännern hängenbleibt, die keine zusätzliche Leistung hierfür erbringen mussten? Und wie viel geht davon an aktive Kreativschaffende und wie viel an durch Verteilungsschlüssel begünstigte Erben? Warum heißt es nie: ‘Ja, Filesharing ruiniert unser Geschäft, aber X Prozent werden wenigstens von den Einnahmen über die Leermedienabgaben gedeckt’?
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Wie ein modernes Urheberrecht aussehen könnte
neunetz.comVor dem Hintergrund, dass die Gesamteinnahmen betroffener Branchen wie der Musikbranche in den letzten Jahren gestiegen sind, wird meines Erachtens deutlich, dass wir kein ’starkes’ Urheberrecht für eine starke Kultur brauchen. Im Gegenteil: Die Kriminalisierung ganzer Generationen ist nicht zu rechtfertigen.
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Wenn Zahler und Nutzer sich nicht komplett überschneiden
neunetz.comInteressanter Nebeneffekt: Zusätzlich, weil keine direkten Geldflüsse zum Endnutzer existieren, wird der Wohlfahrtszuwachs von Wikipedia über Linux bis Google auch nicht im Bruttoinlandsprodukt sichtbar. Deswegen kommen die kulturkonservativen Kräfte von CDU bis Handelsblatt auch mit der Aussage durch, das Internet und seine Ökonomie würden nur zerstören ohne zu schaffen.
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