Besser ist das
isabelbogdan.deich behaupte ja gar nicht, ich würde alles richtig machen, und ich behaupte auch nicht, ich könnte die Welt retten, wenn ich meinen Fleischkonsum einschränke, das behaupte ich alles nicht, und das ist mir alles klar, ich bin ja nicht blöd. Aber soll ich deswegen aufhören, es hier und da zu versuchen?
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Was ich doof finde
isabelbogdan.deWas erwartet Ihr denn? Dass studierte Philologen mit einem Prädikatsexamen in angewandter Phonetik Euch die Fahrkarten abknipsen? Vielleicht ist der Zugbegleiter ein ganz reizender Vater, vielleicht spielt die Zugbegleiterin super Eishockey, vielleicht strickt er Socken, vielleicht ist sie ein Kotzbrocken; es ist relativ wahrscheinlich, dass sie irgendwas können oder gerne machen, was ich nicht kann, und was Ihr Aufreger auch nicht könnt. Dafür ist meine englische Aussprache besser. Na und? Ich sag das gerne noch mal: NA UND?
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Besser ist das: Fleisch
isabelbogdan.deWenn Tiere tierwürdig gelebt haben und dann auf diese Weise geschlachtet werden, dann finde ich das in Ordnung. Ich finde es nicht grundsätzlich „schlimm“, Tiere zu essen. Ich finde es aber sehr schlimm, wie unsere Nutztiere behandelt werden – was in der Massentierhaltung und –schlachtung passiert, ist eines denkenden Menschen unwürdig und ist auf jeden Fall einer Gesellschaft unwürdig. Ich habe hier eine altmodische Vokabel, und die meine ich ganz ernst und mit echter Empörung: wer so etwas tut oder zulässt, der soll sich was schämen.
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Über Geld reden
isabelbogdan.deDass ein literarisches Hardcover gar nicht unbedingt schwerer zu übersetzen ist als ein literarisch unerheblicher Science Fiction-Roman, weiß jeder, spielt aber für die Vergütung keine Rolle. Für Taschenbücher wird grundsätzlich weniger bezahlt als für Hardcover.
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Die große Zeitschriftenverblüffung (Medienouting III)
isabelbogdan.deDas macht mich total fertig, da steht ernsthaft in einer Zeitschrift, man würde entspannter reisen, wenn man keine Duftkerzen mit in den Urlaub nimmt! Ich kann mich gar nicht beruhigen. (Ganz abgesehen davon, dass ich, wenn es bei mir zu Hause nach Duftkerzen röche, sowieso dauernd wegfahren würde.) Wie um alles in der Welt kommt man auf sowas! Duftkerzen!
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Juristerei
isabelbogdan.deWie können Männer und Frauen gleichberechtigt sein, aber sobald sich zwei zusammentun, wird ihre Beziehung nach Geschlecht beurteilt und gutgeheißen oder eben nicht? Anders gesagt: Wenn das Geschlecht einer Person vor Gericht keine Rolle spielt, also eine Relevanz von Null hat, wie kann es dann sein, dass das Geschlecht zweier Personen doch eine spielt? Null plus null ist doch immer noch gleich null
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Bücher lesen
isabelbogdan.deIch werde nicht vergessen, wie wir im Deutschunterricht mal Bücher vorstellen sollten. Siebte oder achte Klasse, je drei Leute in einer Stunde. Die erste stellte Frederick Forsyth vor, „Die Akte Odessa“. Einen Thriller. Ich kannte nicht mal das Wort „Thriller“, geschweige denn hätte ich sowas gelesen. Die zweite hatte Stefans Zweigs „Verwirrung der Gefühle“ dabei, ebenfalls ein richtiges Erwachsenenbuch. Eine Dreiecksgeschichte! Du lieber Himmel. Und dann kam ich mit „Britta und ihr Pony“. So war das in der Mittelstufe.
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isabelbogdan.deAls wir auf ein am Straßenrand parkendes Polizeiauto zugehen, macht es das Blaulicht an. Nur für uns. Wir gehen hin, die nette Polizistin fragt, ob das Kind mal im Polizeiauto sitzen möchte. Das Kind möchte das auf keinen Fall, auch nicht mit mir zusammen. Das Kind möchte Züge gucken. Außerdem teilt es mir mit, dass seine Nase laufe und es sie gerne geputzt haben möchte. Ich putze ihm die Nase, wir gehen auf die nächste Brücke, direkt hinterm Bahnhof, wo dauernd Züge drunter herfahren, und gucken eine Weile. Mir wird kalt, es ist ganz schön windig. Das Kind ist kaum vom Brückengel[…]
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Der Rest der Welt (3): Köln-Klettenberg und Sülz
isabelbogdan.deWer freundlich ist, den grüßt der Herr Süper auch zurück. Der Mann ist in Köln weltbekannt. Er war die bessere Hälfte des Colonia-Duetts an der Seite von „Zimmermään“ („Du Ei“) und im Karneval mit seiner „Flitsch“ (Mandoline) ein Brüller. Heute ist Süper 76 und trinkt seinen Kaffee.
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E-Book-Reader
isabelbogdan.dedie sympathische kleine Bio-E-Reader-Manufaktur um die Ecke hatte noch nicht auf.
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Update
isabelbogdan.deDen Rest des Donnerstags saß ich auf dem Sofa und dachte: fertig. Zu mehr war mein Hirn nicht mehr in der Lage. Ich habe eine Maschine Wäsche angestellt und gedacht: fertig. Ich habe die Wäsche aufgehängt und gedacht: jetzt hast Du frei. Dann habe ich zwei Stunden tief und fest geschlafen. Und zum hundertsten Mal in diesen sechs Wochen gedacht: verblüffend, wie sehr man von geistiger Arbeit körperlich erschöpft sein kann.
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