Auf der Suche nach dem Buchartigen
boersenblatt.netIch liebe Bücher, weil sie die Kontemplation fördern – und damit das Kostbarste, was wir haben. In dem Moment, wo ich Informationen elektronisch suchbar, scrollbar, zappbar habe, bin ich auch ständig am Suchen, Zappen und Scrollen. Ich habe Lesegeräte ausprobiert, dabei jedoch gemerkt, dass ich mich nicht mehr im Raum des Buchs orientiere. Sondern eine amorphe Textmasse vorgesetzt bekomme, die mich ungeduldig werden lässt.
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Literarisches Leben
boersenblatt.netBei keinem Hörbuch wird der Sprecher vergessen. Er steht groß auf dem Cover, er wird bei jeder Erwähnung des Hörbuchs genannt, keine Buchhändlerin und kein Blogger würde es versäumen, seinen Namen zu nennen. Den Namen des Übersetzers kennen sie nicht mal, er steht allzu oft irgendwo im Kleingedruckten.
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boersenblatt.net-Blog
boersenblatt.netEines der Grundmissverständnisse scheint mir zu sein, dass Originaltexte als Kunst und damit irgendwie unfehlbar angesehen werden, Übersetzungen hingegen eher als Handwerk. (Und dass man Handwerkern nicht trauen kann, weiß ja jeder.)
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Der Preis der Unverfänglichkeit
boersenblatt.netDie Sprache eines literarischen Werks – und dazu gehören auch Kinderbücher – an den jeweiligen Zeitgeist, die jeweilige Doktrin oder Ideologie anzupassen (und dazu gehört in gewisser Weise auch die Political Correctness), beeinträchtigt die Integrität des Werks derart, dass man seine Identität bezweifeln mag.
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Sie haben so was Spezielles
boersenblatt.netUnd das bringt mich zu meinem Geständnis, das eben heikel ist, aber gerade das – Buchhändlerinnen wissen auch das von sich selbst – darf doch kein Grund sein, es nicht zu sagen. Also: Ich finde alle Buchhändlerinnen erotisch.
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Korrekturen am Urheberrecht
boersenblatt.net"Deshalb müssen wir akzeptieren, dass das Urheberrecht zumindest in bestimmten Bereichen hinter der neuen Lebenswirklichkeit und den Gesetzen der Internetkommunikation zurück bleibt". In bestimmten Bereichen, wie der sozialen Kommunikation im Netz, könne es die Entfaltung von Kreativität eher hindern als fördern. Doch das könne nicht im Interesse der Buchbranche sein.
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Brauchen wir Korrekturen?
boersenblatt.netWir als Branche müssen uns die Frage stellen, ob nicht gerade in dem genannten Bereich Korrekturen notwendig sind. Ich denke an den Literaturfan, der zwei Seiten aus einem Roman auf seine Facebook-Seite stellt, um den Text mit seiner Community zu diskutieren. Solange wir Fälle wie diesen für verfolgungswürdig halten, reden wir einem Urheberrecht das Wort, das die Urheber nicht nur schützt, sondern ihnen indirekt auch schadet.
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08.03.2012Die Kunst, 1728 Seiten zu übersetzen
boersenblatt.netDas grammatische Geschlecht, das unbetonte Pronomen, die Zeitenfolge, weil es nur ein Tempus der Vergangenheit gibt, die Analytik. Das vor allem. Dass Aussage in Aussage hineingepfercht werden kann, weil es die Sprache in ihrer synthetischen Struktur erlaubt, die Bedeutung ballt sich in Partizipialkonstruktionen zusammen, aufs konjugierte Verb kann man unter Umständen lange warten, oder sie klebt mit den Affixen am Wort, und dazu kann das Wort an beliebiger Stelle im Satz stehen, stehenkann beliebigerstelle Satzim das Wort, um es gewissermaßen ungarisch zu sagen.
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13.12.2012Gastspiel von Jochen Jung
boersenblatt.netNatürlich geht das nur, wenn man es sich leisten kann. Natürlich geht das nur, wenn man Bücher gern hat. Und natürlich geht das nur, wenn man schon ein bisschen älter ist und im Kopf nicht mehr ganz richtig. Aber, nicht wahr, Sie hätten diesen Artikel doch gar nicht bis hierher gelesen, wenn das für Sie nicht auch gelten würde.
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