Der Untergang der Abendunterhaltung
tageswoche.chÜberdies: Zu argumentieren, Poetry Slam habe seine Bedeutung verspielt, nur weil ein paar der auftretenden Poeten im Dunstkreis des Kalauers oszillieren, ist genau so einfältig, wie wenn man sagen würde, die Erfindung des Buchdrucks sei grundsätzlich Scheisse, nur weil es auch Bücher gibt von Konsalik oder Thilo Sarrazin.
«Eine Galerie muss sich ständig neu erfinden»
tageswoche.chMan muss also Künstler längerfristig an sich binden. Das wiederum wollen viele Künstler nicht. Es ist somit falsch zu vermuten, dass wir kein Interesse an jungen Künstlern haben. Manchmal sind es auch die Künstler, die kein Interesse an uns haben. In einem Fall habe ich es auch erlebt, dass eine Kuratorin einer Künstlerin von einer Bindung an eine Galerie abgeraten hat. Darin kommt eine gewisse Antihaltung gegen jegiches Kommerzielle zum Ausdruck. Institutionen und Galerien stehen plötzlich in einer Konkurrenzsituation.
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«Jetzt schauen wir mal, wie weit das trägt»
tageswoche.chDeutschland ist ein sehr sehr konservatives Land. Statt sich über den frischen Wind in der Bude zu freuen, werden die Neuen erstmals kritisch beäugt. Man weiss nicht, wie man mit uns umgehen soll. Die Mainstreammedien haben sich lange nicht mit den Piraten beschäftigt. Nach dem Hype während der Bundestagswahlen 2009 wurden wir nicht mehr weiter beachtet. Dann hatten wir bei den Berliner Wahlen 8,9 Prozent und alle waren total überrascht. Alle ausser wir: Wir hatten uns vier Jahre den Arsch aufgerissen, was natürlich zum Erfolg führt.
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Ein Roboter will in den Grossen Rat
tageswoche.chAber auch: Wie viel Raum brauchen die Schweizer Zöllner, wie viel die deutschen? Die Deutschen schon mal wesentlich weniger. Sie bekommen aber eine Art «Wärmestube» mit Aussicht im neuen Mittelgebäude auf der Grenze. Dessen WC liegt auf Schweizer Seite. Die Schweizer haben Gastrecht versprochen.
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