Die gottlose Religion der Gottverlassenen
sozialtheoristen.deFacebook strukturiert das Internet, wie die Religion die Gesellschaft. Umso mehr die Gesellschaft durch die neue Kommunikation, die weder Raum noch Zeit beansprucht, geprägt wird, desto mehr kompensieren bestimmte Dienste die sich abschwächende Rolle der Religion.
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Amtsaufmerksamkeitsakku voll geladen
sozialtheoristen.deWas wäre, wenn es der Nächste im Amt ganz anders macht? Das Amt ist vielleicht gar nicht beschädigt, sondern jetzt erst richtig aufgeladen. Volle Aufmerksamkeitsakkus warten auf denjenigen, der die Energie konstruktiv nutzt. Es ist jemand mit Gespür für Dramatik erforderlich. Jemand der weiß, wie man eine Geschichte entwickelt und jemand, der weiß, dass ein gutes Wort noch immer die mächtigste Tat ist.
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Auch Piraten brauchen ein Schiff
sozialtheoristen.deChristopher Lauer hat sich als ein eindrucksvoller Pirat erwiesen. Er respektiert alle Limitierungen, die ihm die Funktionslogik der Politik aufbürden, und fällt trotzdem als selbstbestimmter, anderer und besserer Politiker auf. Und das hat, wie so oft in der Politik, nur sekundär mit Inhalten zu tun.
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Burn-Out-Diagnosen
sozialtheoristen.deZeitdiagnosen als Sündenbock sind einfach und deshalb psychologisch entlastend. Sie machen die Komplexität der Welt verarbeitbar, indem sie Vorurteile bestätigen. Aber instruktiv sind sie für den Einzelnen nicht. Eigentlich gegenläufige Zeitdiagnosen wie die Erlebnis-, Spaß-, oder Ich-Gesellschaft schwimmen für kurze Zeit unter der Wasseroberfläche.
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Ironie, Ideologie und Identität der Piraten
sozialtheoristen.deNein, Ironie geht bei den Behinderten und auch bei den Piraten nur als Selbstironie. Wer ohne Zugehörigkeit mitmacht, macht sich schwerer Frechheiten schuldig. Und so, wie die Behinderten mit ihrem Schicksal umgehen; wie die Piraten mit ihrer staatstragenden Rolle umgehen – mit Humor – darf man beiden von außen nicht begegnen. Man ist sogar, ganz im Gegenteil nämlich, gezwungen sie hyperernst zu nehmen.
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Punk ist… Oder: wie viel sind 2000 Mädchen?
sozialtheoristen.deWenn das Unwort „Kommerzialisierung“ fällt, möchte man am liebsten zurückfragen, ob der jeweilige Kritiker von Brot und Luft lebt. Oder präziser: ob die Tatsache, dass auch bei laut.de Geld verdient wird, nicht eo ipso Beweis der Kommerzialisierung des Musikjournalismus ist? Weiter gefragt: wenn Bands nicht mehr authentisch sind, weil sie mit ihrer Musik (viel?!) Geld verdienen, wie kann es dann der Kritiker, der mit Kritiken seinen Lebensunterhalt verdient, sein?
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Personen, Ämter, Apparate
sozialtheoristen.deWie romantisch waren die Zeiten, in denen es um Parteispenden ging, also Einzelne ihren Parteidienst über ihren Landesdienst stellten. Wulff dagegen ist überhaupt nichts heilig, alles, was derzeit auf dem Tisch liegt (bequemeres Fliegen, billigeres Wohnen, schöneres Aussehen von Bettina), ist ihm anzulasten.
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Die Roboter kommen
sozialtheoristen.deTransparenz hat nichts mit Ehrlichkeit zu tun, politische Verantwortung jedoch sehr viel mit politischer Entscheidungsfähigkeit. Die Roboter werden in 30 Jahren besser Fußball spielen können als die Menschen, bessere Politik werden sie nicht machen. Aber warten wir ab, die Härtetests kommen erst noch.
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Die Facebook-Ideologie #postprivacy
sozialtheoristen.deDas Einzige, was man schon heute sieht, ist, dass Amazon, Google, Apple und Facebook an nichts anderem interessiert sind, als an unseren Daten und dass bisher nur diese großen Firmen daraus Wissen gewinnen konnten, welches sie bislang für sich behalten.
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Die Perfidie der freien Wahl?
sozialtheoristen.deDie Perfidie der Freiwilligkeit scheint nun darauf zu beruhen, dass junge Frauen heute Geschlechtergerechtigkeit für verwirklicht halten und alte Rollenmuster reproduzieren – freiwillig. Sie würden damit Geschlechterrollen reanimieren, die früher zwangsweise durchgesetzt wurden. Aber weist diese Beobachtung nicht im Grunde darauf hin, dass heute kein entsprechender Zwang mehr besteht? Dass die wirklichen Ungerechtigkeiten kaum noch anzutreffen sind?
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Ohne Glanz und Würde
sozialtheoristen.deDenn, das was im Internet passiert, ist ein guter Indikator für ganz andere Vorgänge, auf die Wulff mit seinem Privatsphären-Gerede implizit verweist. Es ist diese grundlegende Überforderung. Nicht der Einzelne ist überfordert, sondern die Gesellschaft selbst.
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