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Anja R.

Anja R.

Anja is from Hamburg, has some followers and follows great people. You can find Anja’s tweets at and website at peachymoments.blogspot.com.

»Wir geben jeden einzelnen Tag Geld für Unterhaltungsinhalte aus und ich bin es verdammt noch mal leid, mir dauernd vorwerfen zu lassen, ich würde Urheber nicht respektieren, während ich selbst einer bin. Nur eben einer, der nicht rumheult wegen des Internet, sondern anders Geld mit seiner Arbeit verdient als vor 20 Jahren. Insert Bob Dylan quote here.«
Estimated reading time: 5min
»Die ausgrenzende Namenspolitik des deutschen Kaiserreichs scheint sich in dem Göttinger Urteil zu wiederholen. Und es offenbart eine selbst nach den Maßstäben deutscher Gerichte erstaunliche Realitätsblindheit. Denn durch nichts könnte ein außerhalb des Staatsgebiets der Bundesrepublik geborener Neu-Deutscher seinen Integrationswillen deutlicher bekennen als durch die Bereitschaft zum Namenswechsel. Weil es an jenem Willen so oft fehlt, kann von einem Massenansturm eingewanderter Bürger auf deutsche Vor- und Nachnamen keine Rede sein.«
Estimated reading time: 6min
»Doch bei jeder weiteren Generation wird es schwieriger, ihr ein Etikett aufzukleben. Das kann von Vorteil sein, muss es aber nicht. Die heutigen Twentysomethings kann man kaum noch unter einer gemeinsamen Idee, geschweige denn einem Begriff subsumieren. Unsere Generation ist zerfasert, von einem übergroßen Individualgedanken ergriffen, der uns vereinzelt durch die Gegend irrlichtern lässt. Und doch ist das noch immer besser als jede Form von kollektivistischer Vergesellschaftung.«
Estimated reading time: 4min
»Liebe kennt wo­mög­lich keine Kon­ven­tio­nen, und wo wir her­kom­men, auf­wach­sen und wie wir so­zia­li­siert wer­den, kann eine große Rolle spie­len, bei un­se­rer Art zu lie­ben. Daher gebe ich zu: Mein Stirn­run­zeln er­gibt sich aus Fak­to­ren, die mich per­sön­lich be­schäf­ti­gen. Ich würde keine po­ly­ga­me Be­zie­hung wol­len, weil ich sie nicht könn­te, selbst wenn mir die Idee ge­fällt – ge­nau­so wenig wie ich eine mo­no­ga­me Be­zie­hung mit je­man­dem möch­te, dem ich nicht emo­tio­nal ver­fal­len bin.«
Estimated reading time: 3min
»Was ist hier los? Sind die Deutschen am Ende genauso verrückt wie die Amerikaner, die im Immobilienfieber beinahe ihr Land ruinierten? Der Anstieg der Hauspreise nährte die Illusion von Wachstum und Wohlstand, heute verrotten die Traumvillen am Stadtrand, und die Wirtschaft versinkt in Schulden.«
Estimated reading time: 3min
»"Der Klick ist tot", hieß es nicht nur auf der diesjährigen dmexco. Was aber neben allen strategischen Gründen zu seinem Ableben führt, ist nicht zuletzt ein Aussterben von Klickern an sich. Studien beweisen, dass nur 15 Prozent aller Nutzer überhaupt jemals auf ein Werbemittel klicken, Tendenz sinkend. Was sich hier also auftut, ist nicht nur eine Sackgasse, sondern ein Abgrund.«
Estimated reading time: 5min
»Die Filmindustrie nutzt die Möglichkeiten, die das Netz bietet, nicht aus. Die legalen Alternativen sind bisher ziemlich langweilig. Auf Portalen wie MSN oder Videoload stehen zwar Filme bereit, die man kostenlos ansehen kann – doch dabei handelt es sich um uralte oder unbekannte Streifen. So überlässt die Filmbranche das Feld den illegalen Plattformen, während sie gleichzeitig mit allen Mitteln versucht, diese Seiten lahmzulegen.«
Estimated reading time: 6min
»Wenn man derzeit irgendwo im Internet das schöne Leben anschauen kann, dann auf „Pinterest". Die Nutzer teilen dort Bilder von modischer Kleidung, schicker Einrichtung und traumhaften Reisen. Doch das noch vergleichsweise junge Netzwerk hat in seinen Richtlinien noch kein Verbot selbstgefährdender Inhalte festgesetzt. Daher tauchen nun auch Bilder abgemagerter Frauen und das Hungern verherrlichende Sprüche dort auf, weil, wie „Jezebel" berichtet, junge Frauen, die sich der „Pro Ana"-Bewegung zurechnen, auf der extrem visuell geprägten Plattform sogenannte „Thinspirations" austausch[…]«
Estimated reading time: 4min
»Das Kino als leichtfertige Unterhaltung interessiert Haneke nicht, stattdessen demontiert er seine Mechanismen von Manipulation und Illusion: "Wenn ich jemanden schon vergewaltige - was ich als Filmemacher automatisch tue - dann möchte ich ihn wenigstens zur Selbständigkeit vergewaltigen, so dass er vielleicht beginnt, ein wenig über seine Rolle in dem Spiel nachzudenken."«
Estimated reading time: 3min
»Vierbeiner bewegen sich schneller und sicherer voran. Ganz zu schweigen von all den körperlichen Gebrechen, die der aufrechte Gang den Menschen beschert hat: Krampfadern, Bandscheibenleiden und Knorpelschäden im Knie sind der Preis, den fast jeder Mensch irgendwann für die extravagante Fortbewegungsart bezahlen muss. Es muss also einen triftigen Grund gegeben haben, warum unsere Vorfahren so viele Nachteile in Kauf genommen haben.«
Estimated reading time: 4min
»Dass die Internationalisierung der Hochschulen vorangetrieben werden muss, das ist in Deutschland Konsens. Internationaler Wissenstransfer gilt als Qualitätsmerkmal, Bundesbildungsministerin Annette Schavan spricht gerne davon, dass gute Köpfe in Deutschland willkommen seien. Für Syrer gilt das aber offenbar nur bedingt.«
Estimated reading time: 2min
»Wann sind wir eigentlich noch wir selbst? Verstellen wir uns nicht allzu häufig oder lesen an den Dingen, die wir selbst oder andere Menschen tun, ganze Persönlichkeiten ab? Darf ich ein Pils trinken, wenn alle anderen um mich herum ein Helles in der Hand halten? Trinkt eigentlich irgendwer noch Bionade, und wenn ja, was will er uns damit sagen? Kann ich mir diese Jeans, diesen Rucksack oder diese Schuhe kaufen, oder bin ich dann schon wieder irgendetwas Wandelndes, das als Gangster, Hipster oder Modetussi verschrienen ist?«
Estimated reading time: 3min
»Streubomben sind Bomben, die Dutzende, manchmal Hunderte kleiner Sprengkörper freisetzen. Nicht alle explodieren. Meist bleiben einige als Blindgänger auf dem Boden liegen, manchmal jahrelang, bis irgendwann jemand darauftritt. Dann gehen sie hoch. Nach Schätzung der Organisation Handicap International haben Streubomben bis heute 100.000 Menschen getötet, fast alle waren Zivilisten, ein Viertel von ihnen Kinder.«
Estimated reading time: 2min
»Ich versuche, die Leere, die jedem Menschen eignet, auf den Bildern herauszukehren: sie als Geister ohne Namen und Gesicht erscheinen zu lassen, die sie wären. Würde man im Traum sich selbst, der lebendigen Gestalt begegnen, dann sähe man sich so.«
Estimated reading time: 2min
»Der acht Monate alte Junge, geboren im oberbayerischen Neuburg an der Donau, Mutter Serbin, Vater Iraker, ist kein abgelehnter Asylbewerber. Aber auch kein anerkannter. Das Ergebnis kann nur lauten: Karam, dunkle Augen, blonde Haare, breites Lachen, muss raus aus Deutschland. Und zwar schnell.«
Estimated reading time: 3min
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