Fotograf Dario Mitidieri reiste nach Bombay und dokumentierte dort die Kinder, die sich jeden Tag mit Pädophilen, Drogen und unheilbaren Krankheiten konfrontiert sahen. Er sammelte die haarsträubenden Fotos und Geschichten in einem Buch, das er 1995 unter dem Namen Die Kinder von Bombay veröffentlichte. Ich entdeckte es erst vor Kurzem und bin seitdem auf eine gruselige Art und Weise fasziniert davon, also rief ich ihn an.
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Kein Wort hingegen darüber, was für eine Kultur und Gesellschaft das ist, die massenweise Leute (Männer) hervorbringt, die ihre Freiheit damit verbringen, Kinder sexuell zu belästigen. Kein Wort darüber, dass es sich hier ja ganz offensichtlich nicht um eine winzige Gruppe von Einzeltätern handelt, sondern um ein verbreitetes Phänomen, das eingebettet ist in eine Kultur, in der Sexualität mit Macht verwoben ist, in der Frauen überall auf Plakaten und im Fernsehen als Objekte sexueller Männerphantasien dargestellt werden. Nicht das Internet, sondern diese Kultur ist das Problem.
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Recited from _ks
Das Vollzugszentrum Bachtel ist eines der kleinsten Gefängnisse der Schweiz. Die 64 Haftplätze teilen sich Betrüger, kleine Drogendealer und Verkehrssünder. Mustafa muss sechs Monate sitzen. Unfall verursacht, abgehauen, keinen Führerschein besessen, 2,7 Promille Alkohol im Blut. «Blad g'luffa» sei es, sagt er auf Schweizerdeutsch, dumm gelaufen eben. Dann zeigt er mir das Haus. Das Billardzimmer, die Raucher-Lounge, den Fitnessraum, die Telefonzellen. «Der Kiosk macht erst am Abend auf, für den Kaffee- und Getränkeautomaten kannst du den Chip an deinem Zimmerschlüssel verwenden.»
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„Ich bin kein Nazi“, sagt der freundliche Mann von der Bürgerbewegung pro Deutschland. „Schauen Sie mal auf unsere NRW-Seite, wir haben extra einen Schwarzen als Kandidaten für die Landesliste zur Bundestagswahl 2013 aufgestellt. Aber das reicht nicht. Ich müsste schon einen schwulen Neger mit Aids heiraten, damit man mir glaubt.“ Alles klar, dann wäre das ja geklärt.
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Blut ist das eine. Die zuvor Erwähnten, so könnte man einwenden, haben darüber hinaus viel für ihr Land geleistet. Doch dies trifft gewiss auch auf jene schwarzen Familien in Großbritannien zu, bei denen der Urgroßvater im Ersten Weltkrieg für die englische Krone im Einsatz stand, der Großvater im Zweiten Weltkrieg gegen die Nazis kämpfte und der jüngste Nachkomme für die Royal Air Force in Afghanistan Dienst leistet. Und trägt nicht eine der erfolgreichsten Unternehmerfamilien der Schweiz – Hayek – einen libanesischen Namen?
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Recited from Markus Reuter
Attraktiver Topjournalist, ein Begriff aus den Public Relations, steht für einen Redaktor, dessen Berichte sich wie Werbung lesen, obwohl sie aussehen wie die im Inlandteil. Der Ausdruck tauchte auf, als eine Marketingfirma im Herbst 2012 zehn Journalisten in Zürich zu einem Anlass lud, an dem Vertreter von Tourismusunternehmen ihre Angebote vorstellten. Die Journalisten bekamen einen Brief mit 500 Franken, die meisten nahmen ihn mit. Die Sache warf Wellen, weil Bargeld floss. Doch was ist ein Couvert mit fünf Hunderternoten gegen eine Woche auf einem Luxusschiff, einschliesslich Flug, Esse[…]
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Ich schreibe das bewusst ins Extrem, wohlwissend, dass nichts und niemand über dem Gesetz steht. Aber, genauso wenig geht nichts über das eigene Gewissen. ich möchte nicht Fotograf sein, um dem Vater des Sohnes ins Gesicht zu sagen, dass er sich ins Knie ficken soll, wenn er die Bilder haben will, wo die Täter womöglich zu erkennen sind. Wenn es darum geht, sich hinter einem Recht verbergen zu können, um Unrecht und die eigene Sicherheit hinzunehmen, ist es eine Gewissensfrage und nicht mehr eine Rechtsfrage. Und selbst für den Preis, dass man selbst bluten muss dafür eines Tages.
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»SS-Siggi« ist am Apparat. Nordrhein-Westfalens berühmtester Neonazi hat tatsächlich zurückgerufen. Gleich wird er erzählen, welche Rolle er bei dem spielt, was gerade in seiner Heimatstadt Dortmund passiert. In den Achtzigern war Siegfried Borchardt, 59, Mitbegründer der berüchtigten »Borussenfront«, der Keimzelle aller prügelnden Fußballnazis. Die »Borussenfront« galt eine Weile als ausgestorben, worüber sich Siggi köstlich amüsiert. In Wahrheit hätten die sich früher von Stadionverbot zu Stadionverbot prügelnden Nazi-Hooligans nie aufgehört, sich zu spontanen Schläger[…]
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Ein Zeile wie Westernhagens 'Ihr Name war Fräulein Meyer' kommt an Heinos Rachen natürlich nicht ungeschoren vorbei, aber von den vier guten Gelegenheiten, nimmt er - genau genommen - nur eine richtig wahr: 'Ihrrr Name warrr Frrrrrräulein Meyer'. Das letzte R bleibt sogar fast stimmlos. Beim bald folgenden Satz 'Sie hatte Rasse, gar keine Frage' zuckt man dann allerdings doch kurz, da rrrrasse-lt es doch grenzwertig. Und der Akzent der Zeile rückt doch irgendwie in eine ganz falsche Richtung. Hm.
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Sexismus im politischen Betrieb ist keine Erfindung der Piraten. Die frühere SPIEGEL-Journalistin Ursula Kosser schreibt in ihrem Buch "Hammelsprünge" über das politische Bonn in den achtziger und neunziger Jahren, das einem testosterongetränkten Exklusivclub zu gleichen schien, in dem manche Hintergrundkreise komplett frauenfrei und Anzüglichkeiten an der Tagesordnung waren. Kosser schildert den Fall einer Journalistin, die ein Päckchen eines Abgeordneten in ihrem Postfach fand. Darin ein Dildo. "Auf gute Zusammenarbeit", stand auf der Begleitkarte.
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Schätzungsweise 100.000 Menschen sind der Gewalt in Mexiko während der vergangenen fünf Jahre zum Opfer gefallen, Tausende verschwanden. Es starben Richter, Anwälte, Journalisten, Bürgermeister. Den Streitkräften wird vorgeworfen, systematisch gefoltert zu haben. Die Zahl der Toten scheint im vergangenen Jahr nicht noch einmal gestiegen zu sein, doch das muss nicht unbedingt Indiz für einen Sieg der Regierung sein: „Die Caballeros Templarios führen in dieser Region weiter ein striktes Regiment und kontrollieren das organisierte Verbrechen“, meinte kürzlich General Miguel Angel Pat[…]
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Kriegsgeil sind wir doch alle irgendwie, warum dann nicht den Krieg online weiterführen? Wir Social Media Experten haben ja schon lange begriffen, dass sich die neuen Medien hervorragend dazu eigenen, Kriege zu verlagern, zu verlängern und so richtig geil viral zu machen.
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Was kennzeichnet einen Brogrammer? Auf der Frage-Antwort-Seite Quora wird gerade diskutiert, wie ein Programmierer ein Brogrammierer wird: zum Beispiel, indem er - zuckerfreies - Red Bull, Bier und „Brotein“-Shakes trinkt. Brogrammers machen Sport, sind gut gekleidet und tragen grundsätzlich Sonnenbrille, meistens verspiegelte Fliegerbrillen oder bunte Wayfarer. Und, ganz wichtig: „Always look good, always.“
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