Hinterlassen die ständigen Trennungen keine Wunden?
maltewelding.berliner-zeitung.deWir brauchen tatsächlich eine völlig neue Liebeskultur, wir können nicht mit den alten Fantasien im Kopf gewappnet sein für ganz neue Spielregeln, wir haben alte Herzen und moderne Köpfe.
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Hinterlassen die ständigen Trennungen keine Wunden?
maltewelding.berliner-zeitung.deWir brauchen tatsächlich eine völlig neue Liebeskultur, wir können nicht mit den alten Fantasien im Kopf gewappnet sein für ganz neue Spielregeln, wir haben alte Herzen und moderne Köpfe.
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Wird mit der Technik alles noch komplizierter?
maltewelding.berliner-zeitung.deJedes Kind versteht Regen. Wasser steigt hoch, Wasser kommt wieder herab. Wasser, Luft, Wärme. Kinderleicht. Wird das Kind dann größer, stellt es fest, dass es Regen ganz und gar nicht verstanden hat.
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Soll ich es nicht einfach lassen mit der Liebe?
maltewelding.berliner-zeitung.dePudding tut uns nicht gut, Rauchen tut uns nicht gut, Faulenzen nicht, Fleisch nicht, Liebe nicht. Eines davon ist unverzichtbar. Ralf König schrieb einmal, die mit dem HI-Virus verbundene Tragödie sei: Wäre es im Kaffee, würde man eben keinen Kaffee mehr trinken. Aber es trifft uns da, wo wir wild, töricht und am verletzlichsten sind.
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Bin ich ein sexueller Dienstleistungsroboter?
maltewelding.berliner-zeitung.deSex bedeutet, wenn es sich nicht um eine Spielart handelt, bei der es gerade um die Entpersonalisierung geht, die Wahrnehmung des anderen, die Annahme des anderen als vollständige Person. Das bedeutet nicht, dass Sex immer in einer Beziehung münden muss. Das bedeutet aber durchaus, dass man zu einem Menschen, mit dem man Sex hat, immer auch eine Beziehung hat. Verwirrend? Ja, natürlich. Wir sind keine sexuellen Dienstleistungsroboter.
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Woher weiß ich, wann es Liebe ist?
maltewelding.berliner-zeitung.deIch habe gerade erst Liebe gefühlt, als ich ein Video gesehen habe, in dem der amerikanische Astrophysiker Neil DeGrasse Tyson auf die Frage eines Lesers, was denn der erstaunlichste Fakt über das Universum sei, antwortete, dass die erstaunlichste Tatsache sei, dass wir aus den Elementen bestehen, die in sterbenden Sternen hervorgebracht worden sind. Wenn er nach oben schaue, dann fühle er sich nicht klein, weil das Universum groß sei – er fühle sich groß, weil die Atome dieser Sterne in ihm seien.
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Warum werde ich in schlechten Zeiten gleich verlassen?
maltewelding.berliner-zeitung.deMan muss sich mal vor Augen führen, warum man einander bei der kirchlichen Trauung verspricht, dass man „in guten wie in bösen Tagen, in Gesundheit und Krankheit, in Reichtum und Armut“ beisammenbleibe. Dieser Satz ist keine Folklore, sondern drückt das menschliche Kernbedürfnis aus, das für ihn, das gesellige Tier, so wichtig ist wie Wasser und Brot: Geliebt zu werden, auch wenn man gerade nicht frisch geschminkt ist, kein Geld verdient, eigenartig riecht und eine schlechte Gesundheitsprognose hat.
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Will er mich, oder kann er einfach nicht Nein sagen?
maltewelding.berliner-zeitung.deIhm fehlt es an Genauigkeit, seine Liebe ist unbestimmt. Ich kann nur sehen, was ich liebe, wenn ich auch das sehe, was ich nicht liebe. Mit jemandem, der alles liebt an mir, ist es wie mit einem Medikament, das gegen alles wirkt. Es wirkt gegen gar nichts.
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Muss ich mich für mein Begehren schuldig fühlen?
maltewelding.berliner-zeitung.deDas ist die eine Seite. Auf der anderen Seite – und hierin liegt die Kunst, denn es klingt wie ein Paradox – sind Regeln oft gut, da Regeln erprobt sind. Loyalität ist für den gut, der sie erfährt, aber auch für jenen, der loyal ist.
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