Mit dem Wort „Ehebett“ verbinde ich so viel Sexyness wie mit dem Wort „Fleischsalat“. Im Ehebett bekommt man als junger Mensch eine schmale Hälfte zugeteilt, eine Art gepolsterte Legebatterie, zusammen mit einer Nachttischlampe. In dieser Hälfte verbringt man dann die nächsten fünfzig Jahre.
-
Madlen Blume Endlich keine Beipackzettel mehr, hurra.
-
Matthias Planitzer Die indirekt geschlossene Forderung des populärwissenschaftlichen Artikels, der wiederum auf einem nur eingeschränkt zu verwertenden Magazin basiert, ist mit den medizin-ethischen Paradigmen nicht zu vereinigen. Wir gestalten medizinische Entscheidungen heute nach dem Prinzip des informed consent, bei dem der Patient umfassend aufgeklärt und beraten wird, um auf einer laienverständlichen Basis selbst Entscheidungen treffen zu können, die der anvertraute Arzt umsetzt. Das Verschweigen (ge)wichtiger Nebenwirkungen findet darin keinen Platz, selbst wenn biometrischen Erkenntnisse den ethischen entgegenstehen.
- Show 1 more comment
-
Madlen Blume Ich sehe das (obwohl ich nur halb so viel davon verstehe wie du) ähnlich! Mein Kommentar war auch eher ironisch gemeint, weil mir die Tatsache, dass ich einen Spon-Artikel zitiere durchaus bewusst war. Ich hatte nur noch nie etwas von dem Nocebo-Effekt gehört und fand die Thematik spannend.
-
Matthias Planitzer Spannend, auf jeden Fall! Der Nocebo-Effekt ist bereits längere Zeit bekannt und wird hier und dort immer mal wieder erwähnt. In der Anästhesiologie und dort insbesondere in der Prophylaxe chronischer Schmerzsyndrome hat er einen gewissen Stellenwert, der wissenschaftlich gut untermauert ist (soweit ich das einschätzen kann). Nur, wie so häufig, wenn es um Empfehlungen geht, sind die Prämissen und damit auch die Implikationen wesentlich weiter gesteckt. Eine kritischere Reflektion Christian Grubers wäre also angezeigt gewesen.
All of this leads to posts where some of us call-out people who are likely to look like absolute morons six months from now when they declare tomorrow a disappointment. And posts that call-out people who are pre-declaring tomorrow to be a disappointment. And now there are even posts that pre-predict posts like this one. My head hurts.
-
Madlen Blume Being pre-disappointed is the new disappointed. #appleevent
Als Vorbild für nachwachsende Generationen taugt aber auch eine Präsidentengattin nicht, die studiert hat, beruflich auf eigenen Beinen steht, bevor sie sich künstlich verkleinern lässt auf das Format der Handtaschenträgerin, die lächelt, Hände drückt, zum Schatten wird.
-
Madlen Blume Wie absurd und lächerlich es ist, dass Daniela Schadt ihren guten Job aufgeben soll, um ein winkendes und lächelndes Anhängsel zu werden. Das ist eben nicht das weibliche Vorbild, das wir brauchen. Ganz abgesehen von der "die Frau muss unbedingt verheiratet sein"-Thematik.
-
Dominik Dröscher Besonders bezeichnend ist die umgedrehte Situation, am Beispiel Sauer im Artikel: "Es wäre lächerlich, Joachim Sauer, den zweiten Ehemann der Kanzlerin, zu Winktätigkeiten im Ausland zu verdonnern, während seine Gattin den Euro rettet."
Wintersport gehört längst zum unhinterfragbaren öffentlich-rechtlichen Standardkanon, genau wie etwa Adelshochzeiten, Volksmusik, Krimis, Lottozahlen, Frank Elstner, Rosamunde-Pilcher-Filme und Reisereportagen aus Russland. Es wird geschaut, weil es da ist. Und weil es geschaut wird, wird es immer da sein.
-
Madlen Blume Der Autor beschwert sich über zu viel Wintersport bei den öffentlichen Fernsehsendern. Und findet, dass man Rodeln ruhig auch im Videotext anschauen könne.
-
Madlen Blume Beeindruckendes Interview mit Herrn Ai Weiwei. Alles was er sagt, würde ich sofort unterschreiben. Guter Mann.
-
Madlen Blume Noch ein guter Quote: "In China wird Kunst oft als Dekoration behandelt. Es sieht aus wie Kunst, es verkauft sich wie Kunst, aber tatsächlich handelt es sich um ein Stück Scheiße."
-
budenmeister Erstmal für Redundanz sorgen. Mist. Las ich auch und fand, dass der bärtige Mann meist Recht hat.
-
Madlen Blume Adobe hat etwas eingesehen. Immerhin ein Anfang.
-
Kevin Niedermayr Und Microsoft verabschiedet sich von Silverlight. Die Welt wird langsam aber sicher immer schöner! :D
Ich lebe am Existenzminimum, wie man das nennt. Ich besitze kein iPhone, kein iPad, keine Mobilfunk- oder mobile Internetflat, kein Auto, keinen Fernseher, keine Stereoanlage, keine Spielekonsole, keine Fahrkarte für den ÖPNV, kein Fahrrad und keine Markenkleidung, sondern eine feuchte und verschimmelte Wand im Wohnzimmer in einer kleinen Wohnung in einem sozialen Randgebiet in Essen, drehe jeden Cent um und wenn ich krank bin, kann ich manchmal nicht einmal zum Arzt, weil ich weder die Praxisgebühr, noch den Kassenzuschlag für ein eventuelles Medikament bezahlen kann.
-
Madlen Blume hoch21 über die Spendenaktion.
Es geht darum, immer wieder neu, künstliche Paul-Potts-Momente zu schaffen, mit dem Spielsüchtigen, der sich hässlich findet, mit Ausgegrenzten, manchmal auch mit Gewaltopfern, die vor der Kamera erzählen, wie sie als Kind geschlagen wurden, als ob der Applaus des Publikums nachher alles ungeschehen machen könnte.
-
Madlen Blume Zum Glück haben wir alle keinen Fernseher und wissen gar nicht wie grausam das Programm in Wirklichkeit ist.
-
Matthias Planitzer Schrieb dort eben schon einen Kommentar. Ohne das Format zu kennen, erinnert mich die Beschreibung doch stark an die Freak-Shows des Amerikas zur Jahrhundertwende. Auch da wurden als asozial deklarierte Menschen kraft ihrer Verschiedenheit zu Kuriositäten erhoben. Entfremdung und Annäherung waren ebenso wie bei RTL die tragenden Effekte. Aber, auch das muss man nach mehr als zweitausend Jahren Sensationen-Theater konstatieren: Die Show, das ist der Schalk, der dem Publikum den Spiegel vorhält.
Abgehackte Sätze, harte Konsonanten - für das internationale Publikum klingt das bedrohlich und komisch zugleich: "Gehen wir raus und ha'm was Deutsches zu essen hier!", sagt der bärtige Kleine. Da fröstelt es Hauptdarsteller Bill Murray selbst bei 90 Grad. Deutsch als Gag. Als kaltes Element in einem heißen Raum.
-
Madlen Blume Über Deutsch in internationalen Filmproduktionen. Und dass der "Deutsche" immer Müller heißt.
-
Matthias Planitzer Dabei ist gar nicht mal gesagt, daß das internationale Klischee der Deutschen unbedingt so ausfallen muss. Leider haben die US-Amerikaner durch die Reichweite der Hollywood-Produktionen eine Deutungshoheit erlangt, in der sich ihr Weltkriegs-Narrativ entfalten kann.