Unser Dorf soll schöner werden.
fxneumann.deDer gepflegte Alkoholexzeß ist in Institutionen der bürgerlichen Mitte völlig akzeptiert und unsanktioniert. (Ich selber habe mit Kretschmann – mit dem ich in ein, zwei Gremien sitze – eben das ein-, zweimal abends praktiziert, vor seiner MP-Zeit.) Aber Jugendliche, Obdachlose, Leute, die sich keine Kneipen leisten können, Leute, die Innenstadtplätze auch außerhalb der Gastronomie sozial nutzen wollen – die sollen bitte weg.
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Gelesen: Daniel Miller, Das wilde Netzwerk
fxneumann.de[D]as Erfolgsheimnis von Facebook und ähnlichen sozialen Netze [beruht] nicht auf Innovation, sondern auf Konservatismus […]. In allererster Linie ist Facebook ein im Wortsinn soziales Netzwerk. […] In gewissem Maß hilft uns Facebook dabei, den Niedergang der Geselligkeit umzukehren und den Schaden zu reparieren, den wir durch den Verlust enger Beziehungen zu erleiden meinen. Daher ist das entscheidende Attribut des Netzwerks nicht irgendein neaurtiges »Feature«, sondern das Maß, in dem es uns hilft, die verloren geglaubte Einbettung in soziale Netzwerke zurückzugewinnen.
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Lob der Blase. Fragmentierte Öffentlichkeiten
fxneumann.deSo paradox es klingt: Unter den Bedingungen der globalen Kommunikation ist Fragmentierung der einzig gangbare Weg für qualitative Diskussionen, bei denen potentiell alle sich beteiligen können. Im persönlichen Facebook-Kontaktnetz, in Special-Interest-Foren gibt es die Freiräume, die in der einen zentralen thematisch passenden Usenet-Gruppe nicht möglich waren. Blogs schaffen sich (durch Sprache und Anspruch, durch Ästhetik und Stil, durch Moderations-, Diskussions- und Vergemeinschaftungsverhalten) ihre je eigene Mikro-Öffentlichkeiten, in denen die Beteiligten befriedigende Diskurse f[…]
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Erinnern und Verzeihen
fxneumann.deAus gutem Grund haben wir im deutschen Rechtssystem, dessen zentrale Norm die Menschenwürde ist, institutionalisiertes Verzeihen: Die Verjährung von Vorstrafen. Die Begrenzung von Höchsthaftdauern. Das Strafziel der Resozialisierung anstelle der Rache.
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Wer braucht schon Datenhalden?
fxneumann.deLies: Was die Selbsthostfraktion für sich (und generalisierend für alle) als Freiheitsbeschränkung sieht, ermöglicht vielen erst, überhaupt das Netz als soziale Kommunikationsform zu nutzen. Nur weil etwas für mich Freiheitseinbuße bedeutet, heißt das nicht, daß eben dieses Niveau an Freiheit für andere nicht ein Freiheitsgewinn ist.
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Um meinetwillen
fxneumann.deEs tut der christlichen Botschaft nicht gut, wenn sie für sich solche Privilegien einfordert, den eigenen Glauben als Leitkultur durch staatliche Repression sakrosankt machen will. (Und paradox wird es, wenn einerseits Entweltlichung gefordert wird, andererseits vor einem bürgerlichen Gericht die gekränkte Ehre verteidigt werden soll.)
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Spaß und Protest
fxneumann.deProtestpartei und Spaßpartei – in diesen Frame wollen die etablierten Parteien die Piraten einpassen. Das ist korrekt. Die Piraten sind eine Protestpartei und eine Spaßpartei – aber nicht in dem Sinn, wie diese Begriffe gemeinhin benutzt werden. Protest und Spaß: Das macht die Piraten aus, und das ist ihre Stärke und ihr Beitrag zum Parteiensystem.
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Geeks that breed. Das geheime Leitthema der #rp13
fxneumann.deDie rotzige no-future-Einstellung, die bei »Wir nennen es Arbeit« und lustvoll-prekärer Oberholz-Beschäftigung mitschwingt, sieht anders aus, wenn andere ganz existentiell von Dir abhängen, weil Du sie in die Welt gesetzt hast.
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