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  1. Jan Oelze

    Jan Oelze "I think you're fat." — Die Radical Honesty Bewegung. (via @kunstreich)

    September 14, 2011
  2. kunstreich

    kunstreich Diesen Text müsste man eigentlich komplett quoten. Provozierend, lustig, zugespitzt und zum Nachdenken anregend. #longtimefav

    September 14, 2011 | 1
  3. Jan Oelze

    Jan Oelze !

    September 14, 2011
  4. Jan Oelze

    Jan Oelze Und erneut ein Anreiz anzufangen öfter ehrlich zu sein. Immer wenn ich über die ganze Kommunikationssache nachdenke nehme ich es mir vor und halte es ein paar Tage durch, bis es zu anstrengend wird.

    September 14, 2011
  5. kunstreich

    kunstreich Stop whining, Schlappschwanz.

    September 14, 2011 | 1
  6. Jan Oelze

    Jan Oelze Und: Lustigerweise wird ehrlich sein mit der Zeit einfacher. Man lernt die Wahrheit weniger beleidigend zu vermitteln.

    September 14, 2011 | 2
  7. Marcel Wichmann

    Marcel Wichmann Immer ehrlich sein ist allerdings lediglich dumm. Sprach gestern mit Ivy Behrens drüber. Natürlich kann ich jedem Gesprächspartner direkt sagen, dass mir scheißegal ist, was er dazu denkt, oder das das, was er mir gerade erzählen möchte, saulangweilig ist. Aber inwiefern hilft es mir? Gar nicht.

    September 14, 2011
  8. Jan Oelze

    Jan Oelze Bei Radical Honesty geht es zu einem sehr großen Teil darum Wahrheiten über dich zu offenbaren, deine Gedanken offen zu legen. Und das bringt dich wiederum sehr oft weiter. (Siehe Hannes Quote.)

    September 14, 2011
  9. Marcel Wichmann

    Marcel Wichmann Und "Du bist langweilig, halt die Fresse." ist keine Wahrheit, die dazu gehören würde?

    September 14, 2011
  10. yeah sara

    yeah sara Ehrlich muss nicht zwingend beleidigend sein. Im Text steht es: Sorry, I have nothing to say to you anymore.

    September 14, 2011
  11. kunstreich

    kunstreich Natürlich, dennoch kann es beiden nutzen.

    Ihm, denn er erfährt etwas, was du sowieso denkst und er seinen Arsch hochkriegt, wenn er kein Langweiler mehr sein will. Dir, weil du keine falsche Rücksicht nehmen musst. Beiden, weil sie eine zweite Chance bekommen.

    Du, einen Menschen ein zweites mal zu beurteilen, denn verurteilen strengt an und ist fehleranfällig. Er, weil er möglicherweise deine Härte braucht, um „besser“ werden zu können.

    Es sei denn natürlich, er gehört unbelehrbar zu der Sorte Mensch „Seid nett zueinander“ und diese Konvention ist ihm lieber als … ja, die simple Wahrheit, die eh unveränderlich ist.

    Es geht um Bewegung. Wahrheit ist das Koks zwischenmenschlicher Beziehungen.

    Leider gibt es viel zu wenige, die das können. Wahrheit geben und nehmen — im Guten *und* im Schlechten.

    September 14, 2011
  12. Marcel Wichmann

    Marcel Wichmann (Ich sollte vielleicht zuerst den Text zuende lesen, bevor ich hier irgendwas laber. Sorry.)

    September 14, 2011 | 1
  13. yeah sara

    yeah sara Ei ei ei!! ;)

    September 14, 2011
  14. kunstreich

    kunstreich Fingerübung:

    Ihr langweilt mich eigentlich, aber ich warte auf meine Pizza und will nicht weiter arbeiten. Deshalb schreibe ich hier lange Antworten, die keine Sau interessieren, nur um nicht daran erinnert zu werden, wie sehr ich hinter meinem Zeitplan bin.

    September 14, 2011 | 1
  15. Marcel Wichmann

    Marcel Wichmann Frage: Was brachte diese Offenbarung? Dir, dass du gelernt hast, wie man die Wahrheit sagt. Allen anderen nichts. Das ist Egoismus, in erster Linie. Und zwar welcher, der weniger bringt, als er Schadet. (Las den Text noch immer nicht.)

    September 14, 2011
  16. Malte Müller

    Malte Müller Ganz lustiger Text – allerdings ist die ganze Sache nicht mehr als ein lustiges, individuelles Experiment. Gesellschaft und Kommunikation leben halt von Ambiguitäten, Übertreibungen und straighten Lügen. Natürlich macht es Spaß, solche Situationen zu durchkreuzen – aber das ganze taugt nicht als langfristiges Prinzip, weil es den Umgang miteinander nicht verbessert, sondern unmöglich macht.

    September 14, 2011 | 2
  17. kunstreich

    kunstreich Was das genau bringt? Gute Frage und sicher nicht so einfach zu beantworten.

    Ich versuch’s mal: Erstmal bringt’s, dass ich in dem Moment, in dem ich über meine eigenen Handlungen und Motive nachdenke und zwar *ohne* Relation zu anderen, mir erst bewusst werden kann, was bei mir selber abgeht.

    Ich meine, was andere von einem erwarten, wollen und erhoffen, schwirrt einem in jeder Situation im Hinterkopf rum. Ob wir wollen oder nicht gibt es diese Kontrollschicht aus sozialen Konvention. Etwa dein besagter Egoismus: Tue niemandem weh, wenn es nicht sein muss.

    Genau diese Schicht aber führt oft dazu, dass man nicht in der Lage ist wirklich wahrhaftig zu sich selber zu sein..

    Klingt banal, aber ist ganz schön weitreichend in seiner Konsequenz.

    Weil, es ist doch so …

    PIZZA!

    September 14, 2011
  18. langustengratis

    langustengratis Der Text ist gut, aber das System ist viel zu einfach um richtig zu sein.

    September 14, 2011 | 2
  19. hakantee

    hakantee Text saugeil, inhaltlich (in meinen Augen) Müll. 90% (vollkommen fiktive Zahl) der Menschen nerven mich. Wenn ich diesen 90% aber auch noch nonstop erzählen würde, dass sie mich nerven, würden sie mir noch viel krasser auf den Sack gehen.

    Mit Freunden: Ab und an ein "Halt's Maul, das ist gerade extrem uninteressant" reicht meistens aus. Sind ja nicht dumm, die Leute.

    September 14, 2011 | 2
  20. kunstreich

    kunstreich Fingerübung II:

    Ich fasse eure Argumente zusammen: Funktioniert nicht, weil …

    1. Ich hasse (viele/die meisten/alle/whatever) Menschen.
    2. Ich verletzte Menschen.
    3. Menschen können mir radikaler Ehrlichkeit nicht umgehen, ergo verkompliziere ich mir Kommunikation und Umgang (besonders in nicht-freundschaftlichen Kontexten).
    4. Was einfach ist, kann nicht funktionieren.

    Punkt 1, 2 und 3 läuft im Grunde auf das gleiche Problem hinaus: Kommunikation ist reflexiv. Was bringt Ehrlichkeit, wenn ich nicht erwarten kann, dass diese honoriert wird? (Punkt 4 ist kein Argument, sondern Glaube. Lass ich mal außen vor.)

    Dieses eine Argument ist genauso nachvollziehbar, wie es fatalistische Scheiße ist.

    Der ganze Text handelt vom Problem der Reflexivität und kommt doch zu dem Schluss, dass nicht radikale, aber mehr Ehrlichkeit, mehr Verständigung erzeugen kann (!).

    Gerade Die Basis dazu ist, dass wir alle wissen, dass wir uns ständig belügen und dies zu lassen erstaunlich befreiend und effizient sein kann.

    Auf einem schmalen Grat nach mehr Ehrlichkeit zu streben und vielleicht auch mal radikal zu wagen, ich halte das für mindestens einen Versuch wert. Nein, mehr: Jede wirklich gute zwischenmenschliche Beziehung beruht doch genau darauf. Vertrauen. Ehrlichkeit ist eine Funktion davon.

    Die Botschaft des Textes ist weder Müll noch naiv, weil doch gerade nicht gefordert wird, radikal in dem Sinne zu sein, dass eine zugegebene einfach Formel, ein Dogma auf alles angewendet wird, komme was wolle.

    Der Autor argumentiert aus meiner Sicht recht überzeugend dafür individuelle Freiheit zu erhöhen, in dem man sich loslöst von dem Zwang Konflikte um jeden Preis zu vermeiden, Ängste auszuhalten und auch auf das Kalkül Sich-Verletzlich-machen einfach mal zu sch****en. Und ich finde er zeigt glaubwürdig auf, dass daraus auch ein mehr an Verständigung entstehen kann (!).

    Put simple: Letztlich ist Ehrlichkeit eine Zeitersparnis für alle Beteiligten. Wo man sie anwenden kann, sollte man es versuchen. Mut!

    Euer Argument finde ich schlüssig, aber nur dann, wenn man „Radical Honesty“ als Dogma versteht, wie es zwar dieser Blanton tut, aber gewiss nicht der Text aussagen will.

    Ganz ehrlich? Bisschen mehr Enthusiasmus die versteckte Wahrheit zu entdecken, als die offenkundige Unwahrheit.

    … mehr Pizza.

    September 15, 2011 | 6
  21. kunstreich

    kunstreich Marcel Wichmann: Bekommt der Jan Oelze hierdurch jetzt neue Invites?

    September 15, 2011
  22. Marcel Wichmann

    Marcel Wichmann Wie meinen?

    September 15, 2011
  23. kunstreich

    kunstreich Er hat was gequotet, was viele Likes und Kommentare ausgelöst hat. Wenn ich euch richtig verstanden habe ist er damit sowas wie ’n Influencer und bekommt neue Invites zu vergeben?

    September 15, 2011
  24. Marcel Wichmann

    Marcel Wichmann Ja, zählt auch mit rein, reicht allerdings nicht. Wird komplexer, ein erfolgreicher Quote wäre wohl etwas leicht. Wir werden nicht verraten, was genau passieren muss, damit man einen Invite bekommt.

    September 15, 2011
  25. respectyouridea

    respectyouridea Ich sehe Quote.fm keinesfalls als soziales Netzwerk (bis jetzt), sondern eher als Hub für das Lesen. Ist das nicht auch der Sinn?

    October 3, 2011

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