Man muss sich mal vor Augen führen, warum man einander bei der kirchlichen Trauung verspricht, dass man „in guten wie in bösen Tagen, in Gesundheit und Krankheit, in Reichtum und Armut“ beisammenbleibe. Dieser Satz ist keine Folklore, sondern drückt das menschliche Kernbedürfnis aus, das für ihn, das gesellige Tier, so wichtig ist wie Wasser und Brot: Geliebt zu werden, auch wenn man gerade nicht frisch geschminkt ist, kein Geld verdient, eigenartig riecht und eine schlechte Gesundheitsprognose hat.
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Severin S. Wie wahr.