Seit gestern ist Joseph Kony, jedenfalls vorübergehend, einer der bekanntesten Männer im Internet. Zu verdanken hat er es der Kampagne KONY 2012. Sie möchte ihn berühmt machen, um ihn bis Ende des Jahres hinter Gitter zu bringen. Das Vorhaben ist ambitioniert. Doch die Initiatoren stehen in der Kritik.
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Stefan Schäfer Anstelle von KONY 2012 empfehle ich folgendes.
Und dann wären da noch die Hintergründe der Initiatoren. Denn tatsächlich kritisieren viele die Arbeit von Invisible Children. So wird immer wieder die Spendenpolitik der Organisation hinterfragt: Im vergangenen Jahr steckten sie lediglich ein Drittel der eingenommenen acht Millionen US-Dollar in Aufbauhilfe in Uganda – sehr wenig für eine vermeintliche Hilfsorganisation. Der Rest floss in die Organisations- und Lobbyarbeit. Darüber hinaus lassen die Verantwortlichen wenig Zweifel daran aufkommen, dass sie eine militärische Aktion gegen die LRA (und damit zusätzliche Opfer) in Kauf ne[…]
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princeofargentina Kony 2012 - Um es mal kurz auf den Punkt zu bringen. Mit einem sehr schönen Fazit.
I understand the anger and resentment at Invisible Children’s approach, which with its paternalism has unpleasant echoes of colonialism. I will admit to being perturbed by its apparent top-down prescriptiveness, when so much diligent work is already being done at Northern Uganda’s grassroots. On the other hand, I am very happy – relieved, more than anything – that Invisible Children have raised worldwide awareness of this issue. [...] I don’t think that Invisible Children are naive. My hunch – and hope – is that they see this campaign as a way to encourage wider and deeper questi[…]
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Mischa-Sarim Verollet To be fair: Eine andere Sichtweise auf KONY 2012.
“Awareness”, Bewusstsein, ist das Stichwort. Sieht man über die erwähnten Unstimmigkeiten hinweg und KONY 2012 als einen Versuch, ein größeres und gerade in den westlichen Medien häufig vergessenes Thema wieder in die Öffentlichkeit zu rücken, quasi als einen “Test der globalen Internetkultur” (Wired), ist das Projekt durchaus ein Erfolg: Neben den zahlreichen, sicherlich auch reflexartigen Unterstützern sind es gerade auch die kritischen Stimmen, die zeigen, wie das Internet auch komplexe Themen differenziert und reflektiert. Diese Auseinandersetzung ist wichtig. Am Ende liegt[…]
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Peter Staudt-Fischbach Ein lesenswerter Artikel zu Kony2012. Bei vielen der anderen Artikel und Kommentare zum Thema Kony kann man sich nicht des Eindrucks erwehren, dass sie aus dem Elfenbeinturm kommen. Es wird die Kindersoldaten und ihre Opfer kaum interessieren, dass es eigentlich auf dem Papier alle möglichen internationalen Organisationen und Abkommen gibt, die das Problem schon vor 20 Jahren hätten lösen können. Entscheidend ist, sie haben es nicht getan!
Denn tatsächlich kritisieren viele die Arbeit von Invisible Children. So wird immer wieder die Spendenpolitik der Organisation hinterfragt: Im vergangenen Jahr steckten sie lediglich ein Drittel der eingenommenen acht Millionen US-Dollar in Aufbauhilfe in Uganda – recht wenig für eine Hilfsorganisation. Der Rest floss in die Organisations-, Film- und Lobbyarbeit.
“Awareness”, Bewusstsein, ist das Stichwort. Sieht man über die erwähnten Unstimmigkeiten hinweg und KONY 2012 als einen Versuch, ein größeres und gerade in den westlichen Medien häufig vergessenes Thema wieder in die Öffentlichkeit zu rücken, quasi als einen “Test der globalen Internetkultur” (Wired), ist das Projekt durchaus ein Erfolg
haubentaucher ausgewogener Artikel zum trending topic "Kony" und was dafür und dagegen spricht...