Manche sagen, meine Generation sei doch selbst schuld und nur zu egoistisch und auf sich bezogen. Dass mit der Rente könnte man doch ganz leicht lösen, durch höhere Geburtenraten. Aber wann sollen wir denn bitte sehr Kinder bekommen? Während des Studiums mit Bachelor-Master-System vielleicht? Mit Anwesenheitspflicht, Regelstudienzeitdiktat und Studienkredit? Während des unbezahlten Praktikums? Vielleicht beim niedrig bezahlten Volontariat oder Ausbildung ohne Übernahmeaussicht mit Überstunden-Garantie? Oder zwischen zwei jobbedingten Umzügen weil wir ja so unglaublich flexibel und mobi[…]
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max a. Der Sohn von Herrn Buddenbohm "lernt" Fahrrad fahren.
"Vereinfacht könnte man sagen: Wir verraten unserem Kunden, wie er die Tiefkühlpizzen in seiner Gefriertruhe am besten anordnen soll", sagt Wolf. "Weil wir ausrechnen können, worauf seine Kunden Wert legen. Weil wir wissen, was für Kundengruppen das überhaupt sind." Wenn eine Handelskette mehr Tiefkühlpizzen verkaufen will, sollte sie beispielsweise wissen, ob ihre Kunden eher Fans einer bestimmten Marke oder einer bestimmten Sorte sind.
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max a. "Big Data" in der Marktforschung.
Wir tun so, als seien die Wirtschaftswissenschaften eine Religion: In den ersten zwei Jahren bringen wir den Studierenden strengen, ökonomischen Katholizismus bei. Wenn ihr Glaube dann stark ist, zeigen wir ihnen die sogenannten alternativen Schulen. Als würde man einem Katholiken sagen: Es gibt übrigens auch Buddhismus und Hinduismus.
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max a. Ein Interview darüber, dass Wirtschaftswissenschaft wie eine Religion unterrichtet wird und andere Wissenschaften nicht.
Wir gingen gemeinsam in den Kindergarten und bekamen gemeinsam die Windpocken. Wir hatten Spielzeugtraktoren, mit denen wir den Sandkasten umpflügten, und wir hatten Tretbulldogs, mit denen wir um die Wette fuhren; grenzenlose Freiheit per Kettenantrieb. Wir hatten immer aufgeschürfte Knie; die Narben davon haben wir noch heute.
Die überraschendste Feststellung des neuen „Berichts zur menschlichen Entwicklung 2013“ des UN-Entwicklungsprogramms UNDP steht gleich am Anfang: In keinem Land, für das Daten vorliegen, ist die Lebensqualität 2012 geringer als 2000. Die Welt wird immer besser – das ist die eine wichtige Erkenntnis des Berichts, der diese Woche veröffentlicht wurde und den Titel „Der Aufstieg des Südens“ trägt. Dieser Titel verkündet die andere wichtige Erkenntnis – die unaufhaltsame Marginalisierung des „reichen Nordens“.
„Frau, die Milch kocht über!“ Es muss irgendwann Anfang der Achtzigerjahre gewesen sein. Unser Nachbar Herr Fröhlich saß in der Küche, bemerkte, dass die Milch auf die Herdplatte schäumte und tat, was zu tun war. Er rief seine Frau. Die eilte sogleich aus dem Waschkeller herbei und rettete die Milch. Mein Vater war Zeuge dieser Szene und zusammen mit dem uralten Bilderwitz aus der Funk Uhr, in dem ein Mann zu seiner Frau, die schwer beladen vom Einkaufen kommt, sagt: „Schatz, was trägst du denn so schwer, geh doch zwei Mal“, gehörte dieser Ausruf von da an zum Familienrepertoire[…]
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max a. (Zitat ist ganz vom Anfang des Artikels, Rest lohnt sich auch.)
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max a. Genau deswegen mag ich Karneval/Fasching/Fasnet nicht: Weil alle Teilnehmer versuchen, nicht spießig zu sein und Regeln hinter sich zu lassen, ohne zu merken, dass sie ihre Regeln lediglich gegen andere Regeln austauschen, die genauso restriktiv sind.
Denn plötzlich wollen alle vegetarisch essen, nur wissen die wenigsten, wie. Gut gemeint heißt oft: blass gekocht. Einer Zucchini Geschmack zu entlocken, ist erheblicher schwerer als einem Steak, das man nur in die Pfanne hauen muss. Ottolenghi weiß, wie es geht: kräftig würzen, fröhlich mischen. Gemüse nicht kochen, sondern grillen, braten und backen, daher die kräftigen Farben und Aromen, erfrischend begleitet von Kräutern, Zitrone und Joghurt.
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max a. Noch ein Ottolenghi-Porträt.
Verdienen Söhne besonders gut, wenn ihr Vater gut verdient hat? Sind die beiden ähnlich erfolgreich auf ihrem Bildungsweg? Das Problem an der Methode liegt auf der Hand: Die Zahl der möglichen anderen Einflussfaktoren war so groß, dass die Ergebnisse stark verzerrt waren. Schnitzlein rechnet nun anders: Er misst, wie gleich die Einkommen von Geschwistern in einem Land sind. Ähneln sie sich, deutet das darauf hin, dass dies mit der gemeinsamen Jugend zusammenhängen könnte: mit dem Wohnort, dem Viertel und dem Elternhaus, wo die Kinder groß wurden.
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max a. via @buddenbohm: Eine Studie zu Aufstiegschancen in Deutschland mit einer recht cleveren Operationalisierung. (Ergebnis: Die Aufstiegschancen sind noch geringer, als es bisherige Studien nahelegen.)
Sexismus ist nach meinem Dafürhalten in erster Linie ein komplexes, soziales Problem und wie bei den allermeisten sozialen Problemen liegt die Lösung in den Händen beider Partner. Fefe bringt das in seinem Blog (in einem Nachklapp zur Creepercard-Aktion auf der 29c3) so auf den Punkt: “Sexismus ist ein soziales Problem, sowas löst man, indem man miteinander redet.” Sich zurückzulehnen und zu sagen “Es ist eine Zumutung mit Euch Männern, ändert Euch”, ist nicht miteinander reden, das ist doof und unerwachsen.
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max a. #Aufschrei. (Kurzer Ausschnitt aus längerem und differenzierten Artikel.)
Auf dem Weg zum Parkplatz, auf der Großen Elbstraße in der Nähe des Hamburger Fischmarkts, näherte ich mich von hinten einer Frau, die in dieselbe Richtung ging. Es war niemand sonst in Sichtweite. Ich glaubte zu spüren, dass sich die Frau unwohl fühlte, vielleicht sogar Angst hatte, als sie meine Schritte hinter sich hörte. Ich steuerte bewusst an den äußersten Rand des Gehsteigs, um sie mit größtmöglichem Abstand zu überholen und ihr zu signalisieren, dass sie keinen Grund zur Besorgnis hat, ehe ich abbiegen konnte, zu meinem Wagen ging und sich unsere Wege trennten.
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max a. Zur #Aufschrei-Aktion aus männlicher Perspektive. Die Situation kennt vermutlich jeder Mann zur Genüge: Wie zeigen, dass man harmlos ist, ohne völlig fatale Signale auszusenden und die ganze Situation noch zu verschlimmern?
It is now our generation’s task to carry on what those pioneers began. For our journey is not complete until our wives, our mothers and daughters can earn a living equal to their efforts. (Applause.) Our journey is not complete until our gay brothers and sisters are treated like anyone else under the law –- (applause) -- for if we are truly created equal, then surely the love we commit to one another must be equal as well. (Applause.) Our journey is not complete until no citizen is forced to wait for hours to exercise the right to vote. (Applause.) Our journey is not comple[…]
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max a. Inaugural Address - und Obamas kraftvoller Entwurf eines wirtschaftlich sozialen und gesellschaftlich freien Amerikas.
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max a. Christine Westermann erzählt, wie sie ihren heutigen Mann kennengelernt hat. Ziemlich stark.